Warum du nicht weißt, wer du eigentlich bist und wie du wieder zu dir zurückfinden kannst

Birgit Boekhoff   
   12. Juni 2026

Warum du nicht weißt, wer du eigentlich bist – und wie du wieder zu dir zurückfinden kannst

Vielleicht kennst du dieses Gefühl.

Du funktionierst.
Du erfüllst deine Aufgaben.
Du kümmerst dich um andere Menschen.
Du gehst arbeiten.
Du meisterst deinen Alltag.
Einigermaßen jedenfalls.

Und gleichzeitig denkst du immer mal wieder: was mache ich hier eigentlich? welches Leben führe ich hier eigentlich? wer bekommt eigentlich mit, wie es mir innerlich geht? wer kennt mich eigentlich wirklich?

Und da ist auch noch die tiefer liegende Frage:

Wer bin ich eigentlich?

Nicht die Rolle, die ich spiele.
Nicht die Person, die andere von mir zu sehen bekommen.
Nicht die Version von mir, die gelernt hat zu funktionieren.

Sondern ich.

Viele Menschen, die neurodivergent (ADHS, Autismus, Hochbegabung) sind oder frühe emotionale Verletzungen und Traumatisierungen erlebt haben, tragen genau diese Frage in sich.

Sie haben das Gefühl, ihr ganzes Leben lang versucht zu haben, die "richtige" Version von sich selbst zu werden, denn so wie sie waren und sind, ist es nicht "richtig". Und dabei den Kontakt zu ihrem eigentlichen Wesen verloren zu haben.

Die sechs Bilder, die du hier siehst, beschreiben diese Entwicklung - und diese sechs Bilder sind ein Spiegel meiner eigenen Geschichte (ich habe sie gezeichnet) und der Kern meiner Arbeit bei Endlich Ich Selbst.

Ich - Mein wahres Wesen

Das wahre Wesen

Wir alle sind genau richtig auf die Welt gekommen. Kein Kind kommt falsch auf die Welt. Auch nicht, wenn es ADHS hat oder autistisch ist. 

Und kein Kind kommt mit dem Gefühl auf die Welt, falsch zu sein. Kein Kind denkt von vornherein: „Mit mir stimmt etwas nicht.“

Kinder kommen mit Neugier, Lebendigkeit, Bedürfnissen, Gefühlen und einer ganz eigenen Persönlichkeit auf die Welt. Und sie sind immer "in Ordnung". 

Ich darf nicht sein, wie ich bin

frühe Verletzungen prägen tief

Doch wenn ein Kind immer wieder die Erfahrung macht, dass sein So-Sein und sein Wesen abgelehnt wird, dass seine Gefühle keinen Platz haben, dass seine Wahrnehmung infrage gestellt wird, dass seine Bedürfnisse nicht gesehen werden, dann beginnt etwas Wichtiges zu passieren.

Das Kind lernt:

So wie ich bin, scheint es nicht richtig zu sein.

Besonders neurodivergente Menschen kennen diese Erfahrung.

Sie hören früh, sie seien zu empfindlich.
Zu laut.
Zu chaotisch.
Zu verträumt.
Zu intensiv.
Zu anders.

Und irgendwann beginnen sie, sich selbst zu hinterfragen.

Verschüttet und vergraben - nicht mehr da

Schichten aus Schutz und Anpassung

Kinder können ihre Situation nicht verlassen. Sie können sich nicht einfach von den Eltern abgrenzen, sie sind abhängig von ihnen. 

Deshalb entwickeln sie Strategien, um die Ablehnungen und Verletzungen möglichst gering zu halten.

Sie passen sich an.
Sie werden besonders brav.
Sie ziehen sich zurück.
Sie versuchen, niemandem zur Last zu fallen.
Sie beobachten genau, was von ihnen erwartet wird.

Diese Strategien sind keine Schwäche. Sie sind Überlebensstrategien. Sie entstehen, weil das Nervensystem versucht, Sicherheit herzustellen. Wenn ich mich nur "richtig genug verhalte, dann werde ich angenommen". 

Damals waren diese Schutz-Strategien hilfreich.

Damals waren sie überlebensnotwendig.

Das Problem ist: Was uns als Kind schützt, begleitet uns oft bis ins Erwachsenenalter.

Aus einem Verhalten wird Gewohnheit. Aus Gewohnheit wird Identität. Wir lernen, Erwartungen zu erfüllen. Wir lernen, Rollen zu spielen. Wir lernen zu maskieren. Wir lernen, die Person zu sein, die andere brauchen.

Und irgendwann wissen wir nicht mehr, wo die Maske aufhört und wir selbst beginnen.

Viele Menschen beschreiben genau dieses Gefühl: „Ich weiß gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin.“

Es entsteht ein falsches Ich und ein falsches Leben

Wen man nicht weiß, wer man eigentlich ist und wenn man es gewohnt ist, die Bedürfnisse anderer zu befriedigen und dem Rat anderer zu folgen, dann gerät man in ein Leben hinein, das gar nicht zu einem selbst passt. Es es eigentlich das "Leben der anderen". Die meisten Menschen entscheiden sich nicht bewusst gegen sich selbst. Es passiert schleichend.

Man wählt Beziehungen, die nicht wirklich passen und die einem nicht gut tun. Man arbeitet in Berufen, die einem gar nicht liegen. Wo man wohnt, wie man sich kleidet, wie man sich im Job verhält, wie man sich ernährt, wohin man in Urlaub fährt und so weiter. Das alles passt dann zu den Masken und Personas, die man sich zugelegt hat - aber nicht zu dem wahren eigenen Wesen. 

Von außen wirkt vieles oft sogar erfolgreich. Doch innen wächst das Gefühl von Leere. Das Leben fühlt sich irgendwie nicht nach dem eigenen Leben an.

Und irgendwann kommt die Rechnung dafür

Blöderweise - oder eigentlich eher zum Glück - beginnt irgendwann der Körper zu sprechen.

Stress.
Erschöpfung.
Burnout.
Depressionen.
Angst.
Chronische Schmerzen.
Ominöse Krankheiten. 
Körperliche Beschwerden.
Beziehungsprobleme.
Geldsorgen.
Innere Leere.

Viele Menschen glauben dann, diese Probleme seien das eigentliche Problem und sie fangen an, ihre Depressionen zu behandeln oder ihre Ängste oder Beziehungsprobleme. Und vielleicht wird es auch ein wenig besser. Aber es wird nie wirklich "leicht". Es bleibt eine Schwere. Und wenn ein Problem weg ist, kommt ein anderes hervor.

Diese Probleme sind nur Symptome eines ganz anderen Problems. Sie zeigen an, dass wir schon sehr lange gegen uns selbst leben. Dass wir sehr lange versucht haben, jemand zu sein, der wir nie waren. 

Der Weg zurück

Aufbrechen der Schutzschichten
Herausarbeiten aus den Schutzschichten

Die gute Nachricht ist: Es muss nicht so bleiben. Du bist nicht verdammt dazu, immer depressiv zu sein oder an die falschen Menschen zu geraten oder chronisch krank zu sein. Du musst auch nicht erst jemand Neues werden. Du musst nicht perfekt werden.

Du musst dich nicht optimieren, um dein Leben zu verändern. Du musst dich finden.

Dich zu optimieren würde bedeuten, dass du weitere Anpassungsschichten oben drauflädst.

Der Weg besteht darin, die Schichten aufzubrechen und abzutragen.

Schutz.
Anpassung.
Masking.
Alte Überzeugungen.
Fremde Erwartungen.

Schicht für Schicht.

Bis darunter wieder sichtbar wird, was die ganze Zeit da war.

Du.

Nicht die perfekte Version von dir.
Nicht die geheilte Version.
Nicht die gesellschaftlich akzeptierte Version.

Sondern die echte Version.

Leben 2.0 - Endlich ich selbst

Das wahre Wesen 2.0

Genau darum geht es bei Endlich Ich Selbst.

Nicht darum, ein besserer Mensch zu werden. Sondern darum, endlich der Mensch zu werden, der du immer schon warst. Der Mensch unter all den Schichten. Der Mensch, der nie kaputt gegangen ist. Der Mensch, der nie verschwunden ist.

Denn dein echtes Ich ist nicht weg.

Es ist niemals verschwunden. Es ist nur verschüttet und es wartet sehnlichst darauf, endlich gelebt zu werden.

Und dein echtes Ich ist immer in Ordnung. Es fehlt in der Welt, wenn es verschüttet bleibt.

Es ist möglich, diese Schichten abzutragen, die sekundär entstandenen Probleme und Symptome zu heilen und dann man selbst zu werden und ein Leben 2.0 zu finden.

Ich bin diesen Weg gegangen. Das ist meine Geschichte. Und ich habe diese Plattform und meine Community gegründet, um dir auf deinem Weg zu dir selbst zur Seite zu stehen und einen Ort zu bieten, an dem du sein darfst. So wie du bist und mimt allem, was gerade da ist. Ohne Bewertung, ohne Druck. Und an dem du dich zeigen darfst, deine Schichten abtragen darfst und dein echtes Ich entdecken darfst. In Ruhe, in einem geschützten Raum und in einer wohlwollenden und unterstützenden Gemeinschaft.

In der Community erfährst du übrigens noch mehr über meinen persönlichen Weg, was ich erlebt habe, welche Herausforderungen ich gemeistert habe, was mir geholfen hat und wie ich es geschafft habe, Birgit 2.0 zu werden und mein Leben 2.0 zu finden. Einen stichpunktartigen Überblick findest du hier.


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